Schluss mit der Deutschland-Card! Das Bonusprogramm stellt seinen Betrieb bis spätestens Ende November 2026 komplett ein
Die Deutschland-Card stellt ihren Betrieb bis Ende November 2026 ein. Nach dem Verlust von Edeka als wichtigstem Partner scheiterte der Versuch, das Geschäftsmodell neu auszurichten. Bertelsmann-Manager Kemmerer nennt schwache Nachfrage und schwierige Marktbedingungen als Gründe.
Montag, 13. April 2026, 15:17 Uhr

Die Deutschland-Card wurde 2008 gestartet und zählte zeitweise Millionen Nutzer – mit dem Ausstieg des Edeka-Verbund Anfang 2025 verlor das Programm jedoch seinen wichtigsten Frequenztreiber. Bildquelle: DeutschlandCard GmbH
Die Deutschland-Card stellt ihren Betrieb ein. Das Unternehmen will seine Geschäftsaktivitäten spätestens zum 30. November 2026 vollständig beenden, wie es in einer Mitteilung vom 13. April 2026 heißt. Von der Schließung sind 90 Beschäftigte am Standort München betroffen.
Das Management informierte die Belegschaft am selben Tag auf einer Mitarbeiterversammlung über die Pläne. Für die Betroffenen sollen nun sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Das Unternehmen arbeite nach eigenen Angaben seit geraumer Zeit mit Verlusten und sehe keine realistische Möglichkeit, die Verlustzone auf absehbare Zeit zu verlassen.
Die Deutschlandcard betrieb bis Anfang 2025 ein branchenübergreifendes Bonusprogramm, bei dem Kunden bei teilnehmenden Partnern Punkte sammeln und gegen Prämien einlösen konnten. Anfang 2025 verlor das Unternehmen nach eigener Darstellung seinen mit Abstand größten Programmpartner – und damit die wirtschaftliche Grundlage seines Geschäftsmodells. Dabei handelte es sich um den Edeka-Verbund: Bereits im August 2023 hatte Edeka angekündigt, die Zusammenarbeit mit der Deutschland-Card Ende Februar 2025 zu beenden und stattdessen ab März 2025 bei Payback einzusteigen. Edeka schloss damit die Lücke, die der zuvor angekündigte Ausstieg von Rewe bei Payback zum Jahresende 2024 hinterlassen hatte.


